US-Präsident Donald Trump hat in einem Telefonat mit dem Emir von Katar, Scheich Tamim bin Hamad Al-Thani, über die Beendigung des Iran-Kriegs beraten. Das Büro des Emirs gab am Freitag bekannt, dass im Zentrum des Gesprächs eine diplomatische Initiative des Vermittlerlandes zur „Deeskalation der Spannungen in der Region“ stand. Al-Thani betonte dabei die Notwendigkeit, den Dialog fortzusetzen und auf diplomatische Mittel zu setzen, um „weitere Eskalation zu verhindern“.
Trotz dieser Bemühungen zeichnet sich ein Ende des Konflikts, den die USA und Israel Ende Februar begonnen hatten, derzeit nicht ab. Zwar gab es laut Angaben aus Teheran zuletzt wieder indirekte Verhandlungen über die Vermittlerstaaten Katar und Pakistan, doch konkrete Ergebnisse dieser Gespräche wurden bisher nicht bekannt gegeben. Während die USA weiterhin involviert sind, hat sich Israel seit Beginn des Krieges zunehmend aus dem Konflikt zurückgezogen.
Hintergrund der diplomatischen Annäherung ist auch das politische Fiasko der Republikaner bei den Kongresswahlen, das von Teilen der Partei auf den Krieg zurückgeführt wird. US-Vizepräsident JD Vance schrieb auf der Onlineplattform X explizit: „Der Grund, warum wir verloren haben, ist der Krieg“. Auch Trump räumte gegenüber dem Sender Fox News am Mittwoch ein, dass die Wahlniederlage seiner Partei zum Teil am Iran gelegen habe.
Gleichwohl hält der US-Präsident an seiner militärischen Strategie fest und verteidigt die Angriffe auf den Iran. In einem Gespräch mit dem „Wall Street Journal“ erklärte Trump: „Ich habe das Richtige getan“ und fügte hinzu, dass er diesen Schritt erneut unternehmen würde. Die Gespräche mit Katar markieren somit einen Versuch, diplomatische Wege zu finden, während die interne politische Debatte in den USA die Kosten des Konflikts thematisiert.




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