Die Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) planen eine strategische Änderung im grenzüberschreitenden Bahnverkehr. Künftig sollen Triebfahrzeugführerinnen und Triebfahrzeugführer eingesetzt werden, die nicht direkt in Österreich angestellt sind. Diese Maßnahme zielt darauf ab, die Abläufe beim Übertritt von Zügen über die nationalen Grenzen hinweg zu optimieren.
Bisher ist es bei ÖBB-Zügen die übliche Praxis, dass die Lokführer an der jeweiligen Landesgrenze wechseln. Die neue Planung sieht vor, dieses Modell aufzuweichen, um die Effizienz im Betrieb zu steigern. Damit wird die traditionelle Trennung der Fahrpersonalverantwortung an den Grenzpunkten teilweise aufgegeben.
Konkret geht es laut einer Aussendung der Gewerkschaft vida um den Güterverkehr aus Slowenien und Italien. In diesen Fällen sollen Triebfahrzeugführer aus ausländischen ÖBB-Töchtern die Züge übernehmen und diese bis in den Raum Villach weiterfahren. Diese spezifische Änderung im Einsatzplan betrifft primär die Logistikketten aus den südlichen Nachbarstaaten.
Die Gewerkschaft vida hat diese Pläne am Freitag in einer offiziellen Mitteilung kritisiert. Die Kritik richtet sich gegen den Einsatz von Personal ausländischer Tochtergesellschaften auf österreichischem Staatsgebiet. Damit steht die operative Flexibilität der ÖBB im Konflikt mit den Interessen der nationalen Arbeitnehmervertretung.




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