US-Präsident Donald Trump hat sein Arbeitszimmer im Weißen Haus, das Oval Office, offiziell zum Nationaldenkmal erklärt. Der Raum wurde in seiner zweiten Amtszeit durch großflächige Goldornamente an den Wänden charakteristisch umgestaltet. Laut Trump soll dieser Status künftigen Präsidenten es „theoretisch unmöglich“ machen, das Zimmer ohne die Zustimmung des Parlaments radikal umzubauen oder deutlich zu verändern.
Die rechtliche Tragweite dieser Anordnung bleibt jedoch umstritten. Während Trump die Unterzeichnung im Weißen Haus vollzog, bezweifeln Medien wie die „Washington Post“ und „USA Today“ die Rechtswirksamkeit. Letztere berichtet, dass künftige Präsidenten dadurch nicht tatsächlich daran gehindert würden, das Oval Office neu zu dekorieren. Zudem enthält das Dokument eine Klausel, die besagt, dass die Befugnis des Präsidenten zur Neugestaltung nicht eingeschränkt wird, sofern die historische Struktur und der architektonische Charakter nicht wesentlich beeinträchtigt werden.
Neben dem Oval Office umfasst der Denkmal-Status auch den anliegenden Kabinetts-Sitzungssaal, in dem unter anderem die Kronleuchter erneuert wurden. Die gestalterischen Entscheidungen Trumps stießen bereits auf Kritik und Spott. So kommentierte der ehemalige Präsident Barack Obama die goldverzierte Inneneinrichtung mit der Bemerkung, der Raum sehe aus, „als hätte Saddam Hussein eine Cheesecake Factory eröffnet“.
Die Ankündigung folgt auf eine verheerende Niederlage der Republikaner bei den US-Parlamentswahlen am Dienstag. In der Folgezeit fokussierte sich Trump verstärkt auf Architekturprojekte, wie den Bau eines Ballsaals im Ostflügel, gegen den Denkmalschützer vorgehen. Parallel dazu stoppte eine Richterin vorerst die Arbeiten an einem geplanten 76 Meter hohen Triumphbogen, der größer als der Arc de Triomphe in Paris werden sollte, da dieser in einer Einflugschneise des Reagan-Flughafens liegt.




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