In der Welser Heide finden derzeit intensive Vorbereitungen für die Mars-Analog-Mission „Amadee-27“ statt. Eine achtköpfige, internationale Crew des Österreichischen Weltraumforums (ÖWF) testet auf dem Gelände des Logistikunternehmens Gebrüder Weiss die notwendige Ausrüstung. Die Simulation wird im kommenden April für zwei Wochen in Monsaraz, Portugal, durchgeführt, um den Aufenthalt auf dem Mars zu imitieren.
Ein zentraler Bestandteil der Mission ist der Einsatz von Robotik und Sensorik der Fachhochschule (FH) Wels. FH-Geschäftsführer Michael Rabl betonte, dass sich die Institution seit 20 Jahren mit diesen Themen befasst und stolz auf den Beitrag zur Mission sei. Die technische Ausrüstung wird im nächsten Jahr durch das Unternehmen Gebrüder Weiss transportiert, das bereits zum dritten Mal als offizieller Logistikpartner fungiert.
Die physischen Herausforderungen für die Crew sind beträchtlich, da sie Raumanzüge mit einem Gewicht von 50 Kilogramm tragen müssen. Die Analog-Astronautin Claudia Gollner, eine Physikerin aus Haslach, erklärte, dass sie ohne Zögern zum Mars fliegen würde. Ein tatsächlicher Flug zum roten Planeten würde laut den vorliegenden Informationen etwa 200 Tage in Anspruch nehmen.
Während die Technologie für eine bemannte Mars-Mission laut Gollner in 20 Jahren verfügbar sein könnte, bleibt der politische Wille eine entscheidende Variable. ÖWF-Direktor Gernot Grömer unterstrich die Bedeutung der aktuellen Experimente für die „größte Reise der Menschheit“. Er ist überzeugt, dass sowohl Österreich als auch die Stadt Wels einen wesentlichen Beitrag zu diesem Vorhaben leisten werden.




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