In Bruck an der Mur sorgt ein geplantes Bauprojekt des Vereins der Bosniaken für erhebliche politische Spannungen und Unruhe in der Bevölkerung. Während das Projekt offiziell als islamisches Kulturzentrum auf dem Grundstück einer Unternehmerfamilie geplant ist, befürchten Kritiker den Bau einer Großmoschee. Vizebürgermeister Raphael Pensl von der FPÖ betont, dass er eine solche Besorgnis in der Stadt noch nie zuvor erlebt habe.
Dinan Pusculovic, Obmann der Islamischen Gemeinschaft der Bosniaken, wies im ORF Berichte über eine neue Moschee zurück. Er beschrieb das Vorhaben stattdessen als ein Kultur- und Vereinshaus, das Cafeteria, Billard, Dart sowie Nachhilfe in Deutsch und Mathematik anbieten soll. Diese Darstellungen stehen jedoch im Gegensatz zu kursierenden Fotos aus dem bestehenden Gebetshaus, die verschleierte Kinder zeigen und Befürchtungen über die Entstehung einer Parallelgesellschaft schüren.
Die FPÖ reagiert auf diese Widersprüche mit einer Serie parlamentarischer Anfragen an Innenminister Gerhard Karner und Integrationsministerin Claudia Bauer. Landtagsabgeordneter Philipp Könighofer erklärte, dass die widersprüchlichen Aussagen des Vereins die Verunsicherung verstärken. Ziel der Anfragen ist es, den Hintergründen des Projekts auf den Grund zu gehen und Klarheit über die Finanzierung sowie die Kontrolle des Zentrums zu erhalten.
Raphel Pensl kritisiert zudem ein „rückwärtsgewandtes, streng konservatives Islam-Verständnis“, das im Widerspruch zu Werten wie Freiheit, Gleichberechtigung und Selbstbestimmung stehe. Die Anfragen an die Sicherheitsbehörden tragen die Titel „Islamisches Kulturzentrum in Bruck – was wissen die Sicherheitsbehörden?“ sowie „Wer finanziert, wer unterrichtet, wer kontrolliert?“. Der Verein wirbt unterdessen im Internet öffentlich um Spenden für das Vorhaben.




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