Der russische Inlandsgeheimdienst FSB hat einen minderjährigen Verdächtigen festgenommen, der einen Anschlag im Zarizyno-Schlosspark am Südrand von Moskau geplant haben soll. Die Festnahme erfolgte nach konkreten Informationen aus den USA. In einer offiziellen Erklärung betonte der Geheimdienst: „Wir danken der amerikanischen Seite für die bereitgestellte Information“.
Die Ermittlungen stützten sich unter anderem auf ein Online-Foto des Jugendlichen. Darauf ist er mit Sturmhaube und Kampfkleidung sowie einem Gegenstand zu sehen, der einer automatischen Waffe ähnelt. Die Aufnahme wurde mit dem englischen Satz „I found a place“ versehen und im Kontext des Zarizyno-Schlossparks veröffentlicht.
Bei der Durchsuchung der Wohnung des Teenagers sicherte der FSB die Kampfkleidung sowie die Gegenstände, die zuvor auf dem Foto zu sehen waren. Zudem stellten die Behörden eine „bedeutende Zahl“ von Internet-Suchanfragen fest. Diese bezogen sich auf Terrorakte, Massenmorde sowie weitere gewaltsame Aktionen.
Infolge des US-Hinweises wurden am Samstag sämtliche Massenveranstaltungen im Park abgesagt und die Sicherheitsvorkehrungen verschärft. Parallel dazu warnte die deutsche Botschaft in Moskau in einem Rundschreiben vor Besuchen im Zarizyno-Reservat. Die Anlage wurde ursprünglich von Katharina der Großen als Landgut geplant und vor etwa 20 Jahren restauriert.



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