Die seit dem 1. Oktober geltende Spritpreisbremse in Österreich zeigt erste Auswirkungen, erreicht jedoch laut einer Analyse des ÖAMTC nicht ihre volle Entfaltung. Bei Super sank der Durchschnittspreis von 1,921 Euro im September auf 1,816 Euro im Oktober. Dieses Minus von 10,5 Cent entspricht nahezu der erwarteten Entlastung durch die Maßnahme.
Bei Diesel fiel die Entlastung deutlich geringer aus; der Preis sank lediglich von 2,195 auf 2,140 Euro pro Liter, was einem Rückgang von 5,5 Cent entspricht. Der ÖAMTC stellte fest, dass anfängliche Preisrückgänge in den ersten Oktobertagen durch spätere Steigerungen im Monatsschnitt wieder geschmälert wurden. Ohne die staatliche Intervention wäre Diesel im Oktober vermutlich auf einem historischen Höchststand gewesen.
Besonders auffällig ist die wachsende Differenz zwischen den Kraftstoffsorten, die im Oktober 32,4 Cent betrug. Im Vergleich dazu war Diesel im Januar dieses Jahres nur 3,3 Cent teurer als Super, womit der aktuelle Abstand rund zehnmal so groß ist. Der ÖAMTC bezeichnet dies als den höchsten jemals beobachteten Wert, wobei die Entkoppelung von Sprit- und Rohölpreisen durch den Krieg im Nahen Osten weiter zugenommen hat.
Die Bundesregierung hat die Spritpreisbremse, die die Kosten rechnerisch um 12 Cent pro Liter senkt, bis Ende November beschlossen. Ob im Anschluss weitere Schritte folgen, bleibt derzeit offen. Regierungsvertreter gaben an, die internationale Entwicklung der Energiepreise weiterhin laufend zu beobachten, während der ÖAMTC eine grundlegende Entspannung des Preisniveaus nicht erwartet.




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