In Belgrad kam es kurz nach Mitternacht zu einem gewaltsamen Vorfall vor der israelischen Botschaft. Ein minderjähriger Serbe aus der westserbischen Stadt Šabac griff einen dort stationierten Polizisten mit zwei Messern an und verletzte diesen. Während des Angriffs rief der Täter lautstark „Allahu akbar!“, was auf Arabisch so viel wie „Gott ist groß“ bedeutet.
Der angegriffene Wachbeamte wehrte den Attacke ab und erschoss den Täter aus Notwehr mit seiner Dienstwaffe. Der serbische Innenminister Ivica Dačić bestätigte den Hergang im staatlichen Fernsehen RTS und bezeichnete die Tat explizit als Terrorakt. Laut Dačić war der Angreifer den Sicherheitsbehörden bereits als Anhänger der Terrororganisation Islamischer Staat (IS) bekannt gewesen.
Infolge des Vorfalls hat die serbische Regierung die höchste Terrorwarnstufe für das gesamte Land ausgerufen. Die Behörden untersuchen derzeit die Hintergründe des Anschlags weiter, um mögliche weitere Verbindungen zu klären. Die Sicherheitsmaßnahmen in der Hauptstadt und landesweit wurden durch diese Entscheidung massiv verschärft.
Dieser Vorfall ist bereits der zweite Angriff dieser Art in kurzer Zeit an diesem Ort. Im Juni 2024 hatte ein zum Islam konvertierter Serbe mit einer Armbrust auf einen Wachbeamten vor derselben Botschaft geschossen. Der Polizist wurde damals am Hals getroffen und musste operiert werden, während der Attentäter durch Gegenwehr des Beamten tödlich verletzt wurde.




Kommentare
Vielen Dank für Ihren Kommentar.