Die Muttergesellschaft von Google, Alphabet, hat im vergangenen Quartal die Umsatz- und Gewinnerwartungen der Wall Street verfehlt. In einer ersten Reaktion im nachbörslichen Handel reagierte der Markt mit deutlichen Kursverlusten, wobei die Aktie zunächst um 9 Prozent und später sogar zweistellig um 11 Prozent fiel. Diese Entwicklung unterstreicht den Druck, unter dem das Unternehmen derzeit steht.
Trotz der enttäuschenden Prognosen steigerte Alphabet den Umsatz im Jahresvergleich um 25 Prozent auf insgesamt 127,6 Mrd. Dollar, was etwa 114,4 Mrd. Euro entspricht. Im Gegensatz zum Umsatz sank der Gewinn jedoch im gleichen Zeitraum um rund ein Viertel auf knapp 26,2 Mrd. Dollar. Diese Diskrepanz deutet auf eine belastende Kostenstruktur hin.
Als wesentlicher Grund für die schwächeren Ergebnisse werden hohe Ausgaben im Bereich der Künstlichen Intelligenz angeführt. Diese Investitionen belasten das Gesamtergebnis des Konzerns spürbar und führen zu der genannten Gewinnminderung. Während Alphabet mit diesen Kosten kämpft, zeigt die Konkurrenz eine andere Dynamik.
Im direkten Vergleich der Tech-Giganten konnte Microsoft seine Position stärken und die Erwartungen übertreffen. Das Unternehmen steigerte seinen Gewinn um 32 Prozent auf 36,6 Milliarden Dollar. Damit verdeutlicht die Bilanzsaison die gegensätzlichen Entwicklungen zwischen dem Software-Riesen und der Google-Mutter.



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