Der österreichische Öl-, Gas- und Chemiekonzern OMV hat für das dritte Quartal 2026 einen deutlichen Anstieg der Profitabilität gemeldet. Das um Lagereffekte bereinigte operative Ergebnis vor Sondereffekten (CCS) stieg im Vergleich zur Vorjahresperiode um 68 Prozent auf rund 2,1 Milliarden Euro. Das teilstaatliche Unternehmen profitierte dabei maßgeblich von hohen Öl- und Gaspreisen sowie gestiegenen Raffineriemargen am Weltmarkt, lag jedoch knapp unter der durchschnittlichen Analystenschätzung.
Die Umsatzentwicklung spiegelt diesen Trend wider, wobei die Erlöse gegenüber dem dritten Quartal 2025 um 43 Prozent auf fast neun Milliarden Euro kletterten. Das Ergebnis je Aktie verdoppelte sich nahezu auf 3,14 Euro. Besonders hervorzuheben ist die Fuel-Sparte, deren operatives Ergebnis vor Sondereffekten um 172 Prozent auf 1,1 Milliarden Euro sprang, während die Energiesparte ein Plus von 51 Prozent auf 936 Millionen Euro verzeichnete.
Im Gegensatz dazu stand die Chemiesparte unter Druck und verzeichnete einen Rückgang von 72 Prozent auf 63 Milliarden Euro. In der Energiesparte halfen „positive Markteffekte“ in Höhe von 515 Millionen Euro, die Performance zu stützen, in denen sich deutlich höhere realisierte Gas- und Ölpreise widerspiegelten. Geringere Verkaufsmengen, die durch verzögerte Öl- und Gasförderungen im Nahen Osten entstanden waren, konnten durch diese Effekte mehr als ausgeglichen werden.
Für das Gesamtjahr 2026 plant die OMV organische Investitionsaufwendungen in Höhe von 3,5 Milliarden Euro, was eine leichte Steigerung gegenüber dem Vorjahr darstellt. Der Konzern geht bei seinen Prognosen von einem durchschnittlichen Brent-Preis von 95 US-Dollar je Barrel aus. Für den Gaspreis wird ein Durchschnittswert von 45 Euro je Megawattstunde (MWh) erwartet.



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