Der weltweite Ausbau der künstlichen Intelligenz (KI) im Milliardenbereich ist laut der Boston Consulting Group (BCG) keine klassische Spekulationsblase. BCG-Senior-Partner Nikolaus Lang erklärte in einem Gespräch mit der APA, dass die führenden Tech-Konzerne ihre Infrastrukturinvestitionen weitgehend aus dem eigenen Cashflow finanzieren. Damit unterscheidet sich die aktuelle Entwicklung von früheren Blasen, da die Investitionen weniger über Schulden gestützt werden.
Nach Einschätzung von Lang liegt der eigentliche Engpass der kommenden Jahre nicht beim verfügbaren Kapital. Vielmehr stellt die Energieverfügbarkeit das Hauptproblem für den weiteren Ausbau der Technologie dar. Die Fähigkeit, ausreichend Energie für die massiven Infrastrukturen bereitzustellen, wird somit zum entscheidenden Faktor für den Erfolg der KI-Implementierung.
Parallel zu den globalen Entwicklungen äußert der BCG-Experte Bedenken hinsichtlich der Position Europas. Lang warnt explizit vor einem europäischen Rückstand im Bereich der künstlichen Intelligenz. Dies deutet darauf hin, dass die Region im Vergleich zu anderen globalen Akteuren Gefahr läuft, den Anschluss bei der technologischen Entwicklung zu verlieren.



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