Nach ihrem Erfolg bei den Midterm-Wahlen planen die US-Demokraten eine umfassende Regulierung Künstlicher Intelligenz. Sobald die Partei ab Januar den Vorsitz in beiden Kammern des Kongresses übernimmt, soll eine Vielzahl von Gesetzesentwürfen folgen. Diese zielen primär auf die Überwachung von KI-Systemen sowie den Ausbau von Rechenzentren ab, um Verbraucher vor steigenden Stromkosten zu schützen.
Die Agenda sieht zudem vor, unabhängige Tests für fortschrittliche KI-Systeme vorzuschreiben und die Haftungsfragen bei Produktschäden zu klären. Auf staatlicher Ebene kündigte die künftige Gouverneurin von Texas, Gina Hinojosa, bereits neue Gesetze an, um die Bevölkerung vor den Folgen von Rechenzentrums-Ansiedlungen zu schützen. Der Abgeordnete Greg Casar aus Texas fordert zudem, dass KI-Führungskräfte unter Eid aussagen müssen.
Präsident Donald Trump setzt sich jedoch deutlich gegen diese Einschränkungen und betonte in einem Online-Beitrag, dass er zu „100 Prozent für Super-Intelligenz“ sei. Er betrachtet die Förderung von KI und Rechenzentren als nationale Priorität und will mit Bundesstaaten zusammenarbeiten, „die reich werden wollen“. Während Demokraten wie Chuck Schumer den Verbraucherschutz bei Energiekosten priorisieren, lehnen Republikaner Initiativen ab, die die Technologie einschränken.
Die Aussicht auf eine rigorose Regulierung hat bereits zu erheblichen Marktturbulenzen geführt. Laut Frank Sohlleder von ActivTrades löste die Angst vor den Plänen der Demokraten an der Wall Street und in Asien „regelrechte Panik“ aus, was zu einem Absinken von Technologieaktien führte. Analyst Ed Mills von Raymond James merkt an, dass die Wahrscheinlichkeit für neue Gesetze höher sei als vermutet, insbesondere da eine Mehrheit der Wähler laut einer Reuters-Umfrage im Oktober die Risiken der Technologie für nicht ausreichend ernst genommen hält.




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