Der in Ranshofen ansässige Aluminiumkonzern AMAG (Austria Metall AG) hat für das abgelaufene dritte Quartal außergewöhnlich starke Ergebnisse gemeldet. Laut Vorstandschef Victor Breguncci erzielte das börsennotierte Unternehmen mit einem EBITDA von 80,3 Millionen Euro das zweitbeste Quartalsergebnis seiner gesamten Geschichte. Diese Entwicklung spiegelt sich auch in den Zahlen der ersten neun Monate wider, in denen der Umsatz um 16,4 Prozent auf 1,32 Milliarden Euro stieg.
Die Profitabilität des Unternehmens verbesserte sich deutlich, wobei der bereinigte operative Gewinn (EBITDA) in den ersten drei Quartalen um 58,9 Prozent auf 181,4 Millionen Euro kletterte. Das Nettoergebnis stieg im selben Zeitraum massiv um 141,6 Prozent auf insgesamt 81,7 Millionen Euro. Maßgeblich für diesen Erfolg waren gestiegene Aluminiumpreise sowie ein hoher Absatz, wobei der Gesamtabsatz mit 342.900 Tonnen ein Plus von 6,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr verzeichnete.
Besonders das Segment Walzen profitierte von Absatzsteigerungen in den Bereichen Luftfahrt, Wärmetauscher und Automobil. Zudem trugen gute Marktbedingungen bei der kanadischen Elektrolysenbeteiligung Alouette sowie solide Mengen bei Recycling-Gusslegierungen im Segment Gießen zum Resultat bei. Als Dämpfer wirkten hingegen Wechselkurseffekte, da der Euro gegenüber dem US-Dollar an Stärke gewann.
Aufgrund der positiven Entwicklung hat die AMAG ihre Prognose für das Geschäftsjahr 2026 angehoben und erwartet nun ein EBITDA zwischen 200 und 220 Millionen Euro. Während Breguncci auf eine stabile Produktion bei Alouette und hohe Produktivität in den Segmenten Gießen und Walzen setzt, bleiben Risiken bestehen. Hierzu zählen kurzfristige Energiepreisanstiege, Änderungen bei US-Einfuhrzöllen sowie potenzielle Schwankungen bei relevanten Marktpreisen.



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